Auf dünnem Eis: Vorsicht beim Eislaufen

Eislaufen zählt zu den beliebtesten Wintersportarten in Österreich. Doch nicht immer läuft auf dem Eis alles glatt: Rund 4.500 Österreicher verletzen sich jährlich beim Eislaufen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Natürliche Eislaufflächen bergen noch mehr Gefahren als künstliche: Zum einen gibt es hier Stolperfallen durch Unebenheiten, zum anderen besteht die Gefahr, dass das Eis bricht.

So schützen Sie sich:natureislaufen_R_K_B_by_Regina-Kaute

  • Eisfläche erst betreten, wenn das Eis bei stehendem Gewässer 15cm, bei fließendem Gewässer 20cm dick ist
  • Keine Alleingänge unternehmen
  • Tragen Sie ein (Ski-)Helm und dicke, feste Handschuhe, oder noch besser: Handgelenksstützen
  • Nicht jede Eisdecke ist tragfähig - verlassen Sie sofort die Eisfläche, wenn es knistert und knackt
  • Legen Sie sich flach aufs Eis und bewegen sich vorsichtig in Richtung Ufer zurück, wenn Sie einzubrechen drohen

Falls Sie eingebrochen sind:

  • Augenblicklich beide Arme waagrecht von sich strecken
  • Arme oberhalb der Eisschicht halten bzw. versuchen, dorthin zu bekommen
  • Schieben Sie sich in Bauch- oder Rückenlage auf die feste Eisschicht
  • Versuchen Sie vorsichtig, mit den Füßen die gegenüberliegende Eiskante zu erreichen, um sich so wieder auf das Eis zu drücken
  • Rufen Sie um Hilfe und bewegen Sie sich nicht! Bewegung im Wasser kann zum plötzlichen Herztod führen

Sofortmaßnahmen für Helfer:

  • Machen Sie durch Rufen auf die Notsituation aufmerksam
  • Versuchen Sie, den Eingebrochenen mit langen Hilfsmitteln (Leiter, Äste, Stangen,...) aus dem Wasser zu ziehen
  • Nähern Sie sich dem Eingebrochenen nur robbend

Haben Sie immer die Notrufnummern parat und betreuen Sie den Verunglückten bis zum Eintreffen professioneller Hilfe!

Der Selbstschutztipp als PDF zum Herunterladen

Foto: Regina Kaute/Pixelio

Zusätzliche Informationen