Selbstschutz bei Erdbeben

Auch wenn Österreich nicht zu den großen Erdbeben-Risikozonen gehört, sollte man diese Gefahr nicht gänzlich ausblenden. Die aktuellen Erdbeben in Mittelitalien waren auch in Österreich zu spüren. Beobachtungen von schwingenden Lampen, vor allem in höheren Stockwerken, und Bewegung von Flüssigkeiten in Gefäßen (z.B. Pools), sind typische Effekte dieser über 400 Kilometer entfernten Erdbeben, die auch noch einige Wochen andauern können.  Sollten die Erschütterungen als Rütteln wahrgenommen werden, so handelt es sich vermutlich um ein nahe gelegenes Erdbeben.

Hier finden Sie Tipps, wie man sich vor, während und nach einem Erdbeben verhalten sollte:

VORSORGE – vor dem BebenErdbeben

  • Gebäude in gutem Zustand bzw. Schornsteine, Balustraden, Dachrinnen etc. in Ordnung halten
  • Schwere und eventuell kippende Möbel gut verankern
  • Keine schweren Bilder oder Regale über dem Bett montieren
  • Wasserboiler gut befestigen, Lage des Hauptschalters und der Absperrventile einprägen
  • Notgepäck stets griffbereit haben

RICHTIGES VERHALTEN während dem Beben (siehe Grafik)

A Nicht ins Freie laufen!
B Im Freien befindliche Personen sollen dort bleiben und einen Sicherheitsabstand zu Gebäuden und elektrischen Freileitungen einhalten! 
(Unter Sicherheitsabstand ist normalerweise die halbe Gebäudehöhe zu verstehen)
C Aufzüge nicht benutzen!
D Nicht neben Fenstern aufhalten!

SCHUTZ finden Sie (siehe Grafik)

a Neben tragenden Mauern
b Unter Türstöcken
c Eventuell auch unter einem stabilen Tisch
d In engen Straßen kann auch eine nahegelegene Hauseinfahrt Schutz gewähren!

NACH dem Beben

  • Löschen Sie offene Feuer (z.B.: Kerzen, Kamin)!
  • Schalten Sie den Strom mit dem Hauptschalter aus und schließen Sie die Haupthähne von Gas und Wasser!
  • Überprüfen Sie die Schäden an Ihrem Haus und verlassen Sie das Gebäude bei Einsturzgefahr sofort!
  • Halten Sie weiterhin einen Sicherheitsabstand zu den Gebäuden ein – Gefahr von Nachbeben!
  • Betreten Sie Ihr Haus erst bei offizieller Entwarnung wieder!

Diese und viele weitere Selbstschutztipps finden Sie in der Zivilschutzbroschüre “Meine Sicherheit”. Das umfassende Heft kann kostenlos bestellt  bzw. hier heruntergeladen werden. Nähere Informationen zum Thema Erdbeben gibt es auf der Homepage der ZAMG.

Die Bevölkerung ist gebeten die Website der ZAMG für eine Erdbebenmeldung  (zamg.ac.at/bebenmeldung) zu nutzen. Dies hilft dem Erdbebendienst zukünftige Erschütterungsmeldungen verbessert zuordnen zu können.

Erfolgreiche Podiumsdiskussion “Sicher leben in Stadt und Land”

Was sind die wichtigsten Bedrohungen heute? Was wird in OÖ zu der Bewältigung dieser Bedrohungen getan? Was würden Sie sich wünschen, um Ihre Bewältigungsstrategien besser einsetzen zu können? Diese und weitere Fragen beantworteten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion “OÖ: Sicher leben in Stadt und Land” auf Einladung des Alois Wagner Instituts für Internationale Beziehungen und dem OÖ Zivilschutz. Nach der Eröffnung von Prof. Dr. Klaus Zapotoczky und Grußworten von OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer diskutierten Dir. HR Dr. Michael Gugler, Leiter Direktion Inneres und Kommunales, Land OÖ, Andreas Pilsl, B.A. M.A., Landespolizeidirektor OÖ, Generalmajor Kurt Raffetseder, Militärkommandant OÖ, Prof. Dr. Dagmar Škodová Parmová, Prorektorin Universität Budweis und Dr. Günter Stummvoll, Soziologe, Universität Wien über dieses Thema. Moderiert wurde die Veranstaltung von Mag. Markus Staudinger, Ressortleiter Land&Leute der OÖ Nachrichten.

AWI (1)AWI (16)

Oberösterreich: Sicher leben in Stadt und Land

Das Alois Wagner Institut für Internationale Beziehungen veranstaltet in Kooperation mit dem OÖ Zivilschutz eine Podiumsdiskussion unter dem Titel “Oberösterreich: Sicher leben in Stadt und Land”. Die Veranstaltung findet am 24. Oktober um 10 Uhr im OÖ Presseclub (Saal A) statt. Es diskutieren Dir. HR Dr. Michael Gugler, Leiter Direktion Inneres und Kommunales, Land OÖ, Andreas Pilsl, B.A. M.A., Landespolizeidirektor OÖ, Generalmajor Kurt Raffetseder, Militärkommandant OÖ, Prof. Dr. Dagmar Škodová Parmová, Prorektorin Universität Budweis und Dr. Günter Stummvoll, Soziologe, Universität Wien. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. möglich. Details entnehmen Sie bitte der Einladung.

Einladung_24.10_Seite_1Einladung_24.10_Seite_2

Zusätzliche Informationen