Sturmwarnung: Selbstschutzmaßnahmen ergreifen

Die Kaltfront eines Sturmtiefs quert laut diversen Wetterdiensten heute Donnerstag, 14.9.2017, langsam von Westen her, dabei frischt vorübergehend stürmischer Nordwestwind auf. Die kräftigsten Windböen sind im Laufe des Nachmittages und am frühen Abend zwischen Oberösterreich und dem Nordburgenland zu erwarten, die Windspitzen liegen hier Pixabayflächendeckend zwischen 60 und 90km/h. Vorübergehend können auch Windböen von über 100km/h dabei sein. Die plötzlich aufkommenden Sturmböen können zu materiellen Schäden, aber auch zur Gefahr für die Bürger werden. Dementsprechend sollten Sie vorsorgen:

Zur Vermeidung von Sturmschäden:

  • Mindestens einmal jährlich Dach und Kamin auf lose Ziegel, schlecht befestigte Bleche und dergleichen überprüfen lassen, Blitzschutzanlagen, Antennen und ähnliches müssen ebenso sicher befestigt sein
  • Hohe, ältere, eventuell morsche Bäume in der Nähe von Gebäuden rechtzeitig durch neue Bepflanzung ersetzen
  • Ersatz-Dachziegel oder Dachpaletten bzw. Folien zur temporären Vermeidung von Nässeschäden im Schadensfall vorrätig halten
    Wetterwarnungen und behördliche Informationen beachten

Bei einem drohendem Sturm:

  • Kinder zu sich rufen und beaufsichtigen
  • Gegenstände im Außenbereich sichern
  • Fahrzeuge, wenn möglich, in geschützte Bereiche bringen
  • Schützende Räumlichkeiten aufsuchen - und unbedingt dort bleiben
  • Fenster und Türen schließen, Rollläden, Markisen etc. einholen
  • Unterwegs: Abstand zu Gebäuden, Bäumen etc. halten
  • Im Auto: Vorsicht beim Überholen und an exponierten Stellen
  • Verhaltensmaßnahmen der Behörden (Radio oder Zivilschutz-SMS) beachten

Nach einem Sturm:

  • Weiter aktuelle Informationen verfolgen
  • Mindestabstand von 20 Metern bei am Boden liegenden oder abgerissenen Stromleitungen beachten, den Schaden melden
  • Haus/Wohnung auf Sturmschäden überprüfen und mit Fotos dokumentieren - Schaden unverzüglich melden

Ein Sturm kann zu Stromausfällen führen: Ein Notfallradio und eine Notbeleuchtung sind dafür unerlässlich!

Der Selbstschutztipp als PDF

Zivilschutz-Bädertour

Unter dem Motto “Badespaß – mit SICHERHEIT” veranstaltet der OÖ Zivilschutz seine heurige Bädertour. Wichtigstes Ziel dieser Tour ist es, Kinder und Jugendliche, aber auch deren Eltern, über die Gefahren im und am Wasser zu informieren. Bei allem Spaß ist nämlich auch Vorsicht geboten. Durch Selbstüberschätzung und leichtsinniges Handeln verletzen sich österreichweit mehrere tausend Personen bei Aktivitäten rund ums Wasser so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Alleine im vergangen Jahr ertranken in Österreich 40 Personen.

Bei der Bädertour, die heuer im Mühlviertel zu Gast ist, gibt es wertvolle Selbstschutztipps, außerdem können bei einem Sicherheitsspiel Wasserbälle gewonnen werden.

 

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Im Freibad St. Georgen/Gusen, im Freibad Gallneukirchen, im Freibad Oberkappel (in Kooperation mit der Gemeinde Neustift) und am Badesee Tragwein (Fotos von links nach rechts) war die Bädertour ein voller Erfolg.

Auch einen Selbstschutztipp zum Thema Sicherheit beim Baden gibt es: hier downloaden!

Selbstschutztipps für die Hitzewelle

Bei extremer sommerlicher Hitze ist Vorsicht geboten. Schweißtreibende Temperaturen über 30 Grad können nicht nur zu ernsten Gesundheitsproblemen führen, sondern auch die Waldbrandgefahr erhöhen. Begegnen Sie der Hitzewelle daher mit einem kühlen Kopf.Wasser_pixabay_thumb1

Persönlicher Schutz:

  • Viel trinken - nicht geeignet sind stark gesüßte und alkoholische Getränke
  • Helle, leichte und luftdurchlässiger Kleidung tragen
  • Erträgliche Raumtemperatur durch richtiges Lüften und Abdunkeln schaffen
  • Aufenthalt im Freien, vor allem zur Mittagszeit, vermeiden
  • Direkte Sonneneinstrahlung auf den Körper möglichst verhindern (Sonnenschirm oder Kopfbedeckung mit Nackenschutz, im Schatten gehen, Sonnenbrille)
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor nicht vergessen
  • Den Körper mehrmals täglich erfrischen: Mit einer kühlen, aber nicht zu kalten Dusche/Bad bzw. Stirn, Nacken, Puls mit Wasser kühlen, kalte Umschläge,...
  • Leichtes, gut verdauliches Essen mit viel Gemüse und Früchten zu sich nehmen (Nutzung des Backrohrs vermeiden)
  • Keine Menschen und Tiere in geparkten Autos zurücklassen

Waldbrandgefahr durch Hitze:

  • Achten Sie auf Anweisungen/Verordnungen der Behörden
  • Keine Lagerfeuer oder Grills in der Natur entfachen
  • Nicht rauchen
  • Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras, Wiesen oder Feldern abstellen bzw. diese nicht befahren
  • Handy für den Notfall mit- und die Notrufnummern im Kopf haben
  • Im Urlaub: Die Waldbrandgefahr im Ausland besonders beachten, betroffene Gebiete rechtzeitig verlassen

Symptome von Hitze-Erkrankungen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, hochroter Kopf, Fieber, Schwindel, Schüttelfrost, extremes Durstgefühl, verringerte Harnmenge (dunkelgelber Harn); Wenn diese Symptome auftreten, unbedingt in den Schatten, frische Luft zuführen, Wasser trinken, Oberkörper erhöht lagern und ruhen!

Der Selbstschutztipp als PDF zum Herunterladen

Zusätzliche Informationen