Nachhaltigkeitsüberprüfung: Nur knapp 47% der Schulanfänger tragen Warnweste

Zivilschutz_Krenn_Hammer17.000 Warnwesten verteilte der OÖ Zivilschutz im vergangenen Herbst an Oberösterreichs Schulanfänger.Im Sinne der Nachhaltigkeit führt der Zivilschutz jährlich in den Wintermonaten eine Überprüfung der Warnwesten-Tragehäufigkeit durch. Die diesjährige Nachhaltigkeitsüberprüfung ergab eine Tragehäufigkeit von knapp 47%: „Nicht einmal die Hälfte der Oberösterreichischen Schulanfänger trug bei der Überprüfung eine Warnweste, diese niedrige Zahl und die zahlreichen Unfälle im vergangenen Jahr zeigen, wie wichtig es ist, weiterhin einen Schwerpunkt beim Thema Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu setzen“, sagt OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer. „Viele Schüler und Lehrer erklären bei der Nachhaltigkeitsüberprüfung, dass die Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden und deswegen die Warnweste nicht anhaben. Wir appellieren an die Erziehungsberechtigten, den Schülern dennoch die Weste anzuziehen, um sie für das Thema zu sensibilisieren. Außerdem ist es unser Ziel, dass die Warnwesten nicht nur am Schulweg, sondern auch in der Freizeit getragen wird – schließlich geht es um die Sicherheit des eigenen Kindes.“

Vorbildwirkung

„Mit der Warnweste erhöht sich die Sichtbarkeit von 30 auf 150 Meter“, ergänzt Zivilschutz-Vizepräsident LAbg. Hermann Krenn, „dementsprechend wichtig ist die Vorbildwirkung bei Eltern und Lehrer. Auch diese sollten eine Warnweste oder reflektierende Armbänder nutzen, wenn sie zu Fuß unterwegs sind. “

Sicherheit durch Vorrat

Ganz egal ob Natur- oder Reaktorkatastrophen, oder ein längerfristiger, großflächiger Stromausfall: im Katastrophenfall können Stunden bzw. Tage vergehen, bis Hilfsmaßnahmen für einzelne Haushalte wirksam werden. Deswegen sollte jeder für sich selbst und seine Familie Vorsorgemaßnahmen treffen. Hier unsere Tipps zum richtigen Bevorraten:

Legen Sie sich einen Lebensmittelvorrat für mindestens eine Woche zu!Bevorraten_Titelseite

Bei der Berechnung eines siebentägigen Vorrats für 2 Personen ergeben sich folgende Mengen:

  • Getreideprodukte: 4,5kg
  • Fleisch/Fisch: 2kg
  • Öle/Fette: 1kg
  • Milchprodukte: 2,5kg
  • Gemüse/Obst: 6kg
  • Wasser/Getränke: 28l

Ausgegangen wird von einem Tagesbedarf von 2000 Kcal.

  • Bevorraten Sie Lebensmittel und Getränke, die lange haltbar sind (ca. 1 Jahr).
  • Trockenvorräte, wie z.B.  Reis, Nudeln, Haferflocken, Knäckebrot und Zwieback eignen sich besonders als Notreserve, ebenso wie Obst- , Gemüse- und Fleischkonserven.
  • Im Katastrophenfall kann es zu Störungen in der Wasserversorgung kommen. Ein ausreichender Vorrat an Wasser zum Trinken und Kochen ist daher der wichtigste Bestandteil des Notvorrats.
  • Bevorraten Sie viele Lebensmittel, die man auch kalt essen kann und sorgen Sie für eine alternative Kochgelegenheit, wie z.B. einen Campingkocher.
  • Auch eine gut sortierte Hausapotheke ist in Krisenzeiten unerlässlich.
  • Kerzen, Streichhölzer, Taschenlampen und Batterien sollten ebenso wie ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio in greifbarer Nähe sein.

Bevorraten leicht gemacht

Die Bevorratungstasche des OÖ Zivilschutzes eignet sich ideal zum Lagern von Lebensmitteln. Auf der praktischen Tasche befinden sich wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten im Krisenfall. Erhältlich ist die Bevorratungstasche hier rechts im Zivilschutz-Shop – solange der Vorrat reicht!

Der Selbstschutztipp hier als PDF zum Downloaden!

Der Euro-Notruf 112

Der 11. Februar (11.2.) steht für ein wichtige europäische Telefonnummer, den Euro-Notruf 112. Dieser ist am Handy auch ohne PIN-Code Eingabe möglich. Wenn das Mobiltelefon keinen Empfang im eigenen Netz hat, wird automatisch über ein fremdes Netz vermittelt. Österreichweit ist der Euro-Notruf auch ohne SIM- Karte erreichbar. Der Euro-Notruf gilt einheitlich für ganz Europa. Wird er gewählt, gelangen Sie automatisch zur nächsten Sicherheitszentrale bzw. in Österreich zur nächsten Polizeidienststelle. Der OÖ Zivilschutz unterstützt diesen Aktionstag, appelliert aber zugleich an die Bürger, die österreichischen Notrufnummern immer parat zu haben und im Inland auch zu verwenden. Euronotruf

Vorteile des Euro-Notrufs 112:

  • Funktioniert auch bei Wertkartenhandy, wenn kein Guthaben vorhanden ist.
  • Er ist auch ohne SIM-Karte und bei Tastensperre anwendbar.
  •  Bei Eingabe von 112 an Stelle des PIN-Codes wird der Notruf auch über andere Netzbetreiber bevorzugt weiter geleitet.
  •  Der Euro-Notruf 112 wird mit höchster Priorität behandelt. Sollte kein Funkkanal frei sein, können sogar normale Gespräche aus dem Netz genommen werden.
  • Der Euro-Notruf ist kostenfrei !

Notrufe im Ausland: In allen EU-Mitgliedsstaaten ist der Euro-Notruf 112 anwendbar. Weitere Länder mit Notruf 112 sind auf www.sos112.info aufgelistet.

ACHTUNG !

  • Mit leerem Handy-Akku kein Notruf und keine Ortung durch Suchtrupp möglich.
  • Bei Wanderungen oder Bergtouren den Akku vorher voll aufladen und vor Kälte schützen.
  • Bei intaktem Akku kann das Handy als Notlicht oder für Lichtsignale genutzt werden.

Legen Sie erst auf, wenn die Einsatzzentrale das Gespräch beendet hat!

Der Selbstschutztipp "Euro-Notruf" als PDF zum Herunterladen

Zusätzliche Informationen