AKW-Störfall in der Ukraine

Im Südosten der Ukraine ist es laut Angaben der Regierung in Kiew zu einem Defekt im Atomkraftwerk Saporischschja gekommen. Auch wenn von Seiten der ukrainischen Regierung betont wurde, dass keine Gefahr vom Störfall ausgehe (Stand 3.12. 2014, 13 Uhr), zeigt dieses Ereignis wieder, dass jederzeit ein Atomunfall passieren kann und die Bevölkerung sich darauf vorbereiten muss.

Schutzmaßnahmen machen Katastrophen nicht ungeschehen, aber sie können die Folgen verringern.“ sagt Zivilschutz-Landesgeschäftsführer Josef Lindner, „Schon lange vor einer Katastrophe kann man durch Information, Bevorratung und bauliche Maßnahmen vorsorgen. Wir informieren zudem nicht nur über die Zivilschutz-Sirenensignale, sondern auch über den Handlungsbedarf vor, während und nach dem Durchzug einer radioaktiven Wolke. Zur Vorbeugung empfiehlt der OÖ Zivilschutz einen Lebensmittel und Getränkevorrat für mindestens eine Woche und einen Sicherheitsraum bzw. einen besonders adaptierten Sicherheitsbereich im Haus.“ Hier unser Selbstschutztipp zur Eigenvorsorge:

AKW

Die aktuellen Strahlenwerte finden Sie auf der Startseite dieser Homepage rechts unter der Wetterkarte.

Bevorraten leicht gemacht

Mit dem Thema Eigenvorsorge und hier im speziellen der Lebensmittelbevorratung als Schwerpunkt möchte der OÖ Zivilschutz eine ausreichende Selbstversorgung in der Bevölkerung erreichen. Wir empfehlen, einen Lebensmittel- und Getränkevorrat zu lagern, mit dem man im Katastrophenfall eine Woche überbrücken kann. Die nächste Krise kommt bestimmt - es ist wichtig, darauf vorbereitet zu sein.

LandOÖ_KauderIn Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Inneres, dem Land Oberösterreich, der Wirtschaftskammer Oberösterreich und dem Handel, Kronenöl sowie dem Genussland OÖ, möchte der OÖ Zivilschutz der Bevölkerung die Notwendigkeit der Vorsorge aufzeigen und die Umsetzung der Bevorratung erleichtern.

Dafür wurde eine Bevorratungstasche produziert, die sich ideal zum Lagern von Lebensmitteln eignet. Auf der praktischen Tasche befinden sich Hinweise zum richtigen Bevorraten, die Notrufnummern, die Zivilschutz-Sirenensignale, Erste Hilfe-Maßnahmen, Informationen über das richtige Anwenden eines Feuerlöschers und dem richtigen Verhalten bei atomarer Verstrahlung. Ebenso ist der Hinweis auf die jährliche Überprüfung (in Verbindung mit dem Zivilschutz-Probealarm am ersten Samstag im Oktober) angebracht.

Erhältlich ist die Tasche über diese Homepage im Webshop (siehe Reiter rechts). Die Bevölkerung hat damit einen Mehrfachnutzen: Mit der Tasche erhält man gratis ein Gutscheinheft, mit dem bis zu 30 Prozent beim Kauf von technischen Hilfsmitteln für den Katastrophenfall sparen kann.

16.500 Warnwesten für Oberösterreichs Schulanfänger

Treffling

Oberösterreichs Schulanfänger erhalten auch heuer wieder Warnwesten, um ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu erhöhen. Die Kinderwarnwestenaktion des OÖ Zivilschutzes wird in Zusammenarbeit mit dem Familienreferat des Landes Oberösterreich und finanzieller Unterstützung der AUVA, der OÖ Versicherung und der Hypo-Bank, durchgeführt.

Insgesamt werden 16.500 Warnwesten an Oberösterreichs Schulanfänger in den Volksschulen verteilt. „Wir freuen uns, dass wir heuer auch erstmalig den Vorschülern Warnwesten zur Verfügung stellen können. Die sehr positiven Rückmeldungen von Direktoren, Lehrern, aber vor allem auch der Eltern unterstreichen die Wichtigkeit dieser Aktion.“, erklärt OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer.

In den nebeligen und dämmrigen Herbst- und Wintermonaten ist die Warnweste besonders wichtig. Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn die Kinder für die Autofahrer besser sichtbar wären. „Die Sicherheit unserer Kinder geht uns alle etwas an, denn jeder Schulwegunfall ist genau einer zu viel. Nur sichtbarere Kinder sind sicherer unterwegs, daher erhöhen wir mit Tausenden von Kinderwarnwesten die Sichtbarkeit von Schulkindern von 30 auf 150 Meter“, zeigt sich LH-Stv. Franz Hiesl von der gemeinsamen Aktion überzeugt.

Die Kinder sollen die Warnweste nicht nur auf dem Schulweg, sondern auch in ihrer Freizeit tragen.

„Sehr zu schätzen wissen wir auch die Vorbildwirkung der Kinder - viele Erwachsene tragen daraufhin folgend ebenso reflektierende Bekleidung, Leuchtstreifen oder auch eine Warnweste, wenn sie bei Dämmerung oder schlechter Sicht zu Fuß unterwegs sind. Wir sind überzeugt, mit der Warnwestenaktion einen ganz wesentlichen Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu leisten.“, sagt Zivilschutz-Landesgeschäftsführer Josef Lindner.

An der Volksschule Mittertreffling übergaben (im Bild oben von links) OÖ Versicherung-Generaldirektor Dr. Josef Stockinger, Engerwitzdorfs Bürgermeister Herbert Fürst und OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl mit Volksschul-Direktorin Elvira Grandl, Prok. Mag. Georg Haushofer (Hypo OÖ), Lehrerin Julia Neumüller, Zivilschutzbeauftragter Josef Morawetz und Dipl.-Ing. (FH) Michael Horner von der AUVA die Kinderwarnwesten und erinnerten die Schulanfänger daran, wie wichtig es ist, diese immer zu tragen.

Zusätzliche Informationen