Vorbereitet für die Katastrophenschutz-Arbeit – STABS-Koffer für Oberösterreichs Gemeinden

Einen praktischen Alukoffer für die Katastrophenschutz-Stabsarbeit erhalten künftig alle oberösterreichischen Gemeinden, deren Katastrophenschutz-Führungskräfte die heuer ins Leben gerufene „KAT-Basis-Ausbildung“ absolviert haben.

„Auch auf Gemeindeebene sollen die Verantwortlichen künftig noch besser gerüstet sein. Alles was im Krisen- und Katastrophenfall für die Stabsarbeit auf Gemeindeebene wichtig ist, gibt es künftig gesammelt mit dem Griff zum STABS-Koffer“, bekräftigt Katastrophenschutz-Referent Landesrat Max Hiegelsberger bei der Übergabe der ersten STABS-Koffer. Mittelfristig sollen alle Oö. Gemeinden die Kat-Basis-Ausbildung abgeschlossen haben und den STABS-Koffer entgegen nehmen können.P1060385

Der „STABS-Koffer“ des OÖ Zivilschutzes enthält alle wichtigen Utensilien für die Arbeit im Katastrophenfall und soll für die Gemeinden sowohl im Ernstfall als auch bei Planspielen eine wertvolle Unterstützung sein. Büroutensilien wie USB-Sticks, spezielle Schreibwerkzeuge und Ablagefächer und Kartenmaterialien beinhaltet dieser Koffer genauso wie eine Kurbeltaschenlampe, die gleichzeitig auch als Radio und Handyladegerät dienen kann. Hilfreiche Unterlagen für die Arbeit der jeweiligen Stabsfunktion sind ebenfalls enthalten.

„Mit dem STABS-Koffer erleichtern wir das Katastrophenschutzmanagement enorm – mit Hilfsmitteln für die einfache Lageführung, praktischen Produkten für die Stabsarbeit und wichtigen Infomaterialien“, erklärt Zivilschutz-LANDOÖ_KauderLandesgeschäftsführer Josef Lindner. In vielen Sitzungen erarbeiteten die Mitglieder der Arbeitsgruppe die Zusammenstellung und inhaltliche Aufbereitung. Die Arbeitsgruppe setzte sich aus Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer, Zivilschutz-Vizepräsident LAbg. Markus Reitsamer, Bezirkshauptmann Dr. Martin Gschwandtner (Vöcklabruck) und Bezirkshauptmann Mag. Werner Kreisl (Perg), OBR Ing. Siegfried Hörschläger (OÖLFV), BR Hofrat Dr. Erich Hemmers (OÖLFV), Mag. Gerald Riedl und Erwin Schabetsberger vom Land OÖ (IKD), Bgm. Franz Steininger (Fischlham), Bgm. Mag. Erwin Stürzlinger (Bad Wimsbach), Amtsleiter Hermann Neustifter (Dietach) und Zivilschutz-Landesgeschäftsführer Josef Lindner zusammen.

„Mit der KAT-Basis-Ausbildung und dem STABS-Koffer wurde ein umfassendes Projekt realisiert, das in Österreich einzigartig ist und den Katastrophenschutz in Oberösterreich auf eine neue Ebene hebt“, erklärt OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer.

AKW-Störfall in der Ukraine

Im Südosten der Ukraine ist es laut Angaben der Regierung in Kiew zu einem Defekt im Atomkraftwerk Saporischschja gekommen. Auch wenn von Seiten der ukrainischen Regierung betont wurde, dass keine Gefahr vom Störfall ausgehe (Stand 3.12. 2014, 13 Uhr), zeigt dieses Ereignis wieder, dass jederzeit ein Atomunfall passieren kann und die Bevölkerung sich darauf vorbereiten muss.

Schutzmaßnahmen machen Katastrophen nicht ungeschehen, aber sie können die Folgen verringern.“ sagt Zivilschutz-Landesgeschäftsführer Josef Lindner, „Schon lange vor einer Katastrophe kann man durch Information, Bevorratung und bauliche Maßnahmen vorsorgen. Wir informieren zudem nicht nur über die Zivilschutz-Sirenensignale, sondern auch über den Handlungsbedarf vor, während und nach dem Durchzug einer radioaktiven Wolke. Zur Vorbeugung empfiehlt der OÖ Zivilschutz einen Lebensmittel und Getränkevorrat für mindestens eine Woche und einen Sicherheitsraum bzw. einen besonders adaptierten Sicherheitsbereich im Haus.“ Hier unser Selbstschutztipp zur Eigenvorsorge:

AKW

Die aktuellen Strahlenwerte finden Sie auf der Startseite dieser Homepage rechts unter der Wetterkarte.

Bevorraten leicht gemacht

Mit dem Thema Eigenvorsorge und hier im speziellen der Lebensmittelbevorratung als Schwerpunkt möchte der OÖ Zivilschutz eine ausreichende Selbstversorgung in der Bevölkerung erreichen. Wir empfehlen, einen Lebensmittel- und Getränkevorrat zu lagern, mit dem man im Katastrophenfall eine Woche überbrücken kann. Die nächste Krise kommt bestimmt - es ist wichtig, darauf vorbereitet zu sein.

LandOÖ_KauderIn Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Inneres, dem Land Oberösterreich, der Wirtschaftskammer Oberösterreich und dem Handel, Kronenöl sowie dem Genussland OÖ, möchte der OÖ Zivilschutz der Bevölkerung die Notwendigkeit der Vorsorge aufzeigen und die Umsetzung der Bevorratung erleichtern.

Dafür wurde eine Bevorratungstasche produziert, die sich ideal zum Lagern von Lebensmitteln eignet. Auf der praktischen Tasche befinden sich Hinweise zum richtigen Bevorraten, die Notrufnummern, die Zivilschutz-Sirenensignale, Erste Hilfe-Maßnahmen, Informationen über das richtige Anwenden eines Feuerlöschers und dem richtigen Verhalten bei atomarer Verstrahlung. Ebenso ist der Hinweis auf die jährliche Überprüfung (in Verbindung mit dem Zivilschutz-Probealarm am ersten Samstag im Oktober) angebracht.

Erhältlich ist die Tasche über diese Homepage im Webshop (siehe Reiter rechts). Die Bevölkerung hat damit einen Mehrfachnutzen: Mit der Tasche erhält man gratis ein Gutscheinheft, mit dem bis zu 30 Prozent beim Kauf von technischen Hilfsmitteln für den Katastrophenfall sparen kann.

Zusätzliche Informationen