Blackoutübung Helios: Eigenvorsorge besonders wichtig

Am Montag startete in Wien die dreitägige STABS-Übung „Helios“, fiktiv werden ein österreichweites Blackout und seine  Folgen geprobt. 100 Vertreter der Bundesministerien, der Länder, der Einsatzorganisationen sowie Infrastruktureinrichtungen sind laut Innenministerium, das die Koordination innehat, dabei.

Der OÖ Zivilschutz betont, dass diese Übung das Ziel hat, die staatlichen Vorkehrungen im Falle eines Blackouts (längerfristiger, großflächiger Stromausfall) zu überprüfen. Da eine derartige Katastrophe die gesamte Bevölkerung betrifft, ist die Eigenvorsorge ein ganz wesentlicher Teil zur Bewältigung eines solchen Notstandes.

Bereits seit Jahren beschäftigt sich der OÖ Zivilschutz mit dem Netzwerk „Sicheres OÖ“ mit dieser neuen Herausforderung und dem fehlenden Bewusstsein für dieses Katastrophenszenario.

Laut einer aktuellen IMAS-Umfrage zur Eigenvorsorge in der Bevölkerung fühlt sich nur ein Zehntel der Oberösterreicher selbst sehr gut (11%) auf Katastrophen und Unfälle vorbereitet. 48% geben an, einigermaßen gut dafür gewappnet zu sein.

Aufgrund des fehlenden Bewusstseins für das extreme Ausmaß dieser Katastrophe schätzt Blackout-Experte OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner diese Zahlen als irreführend hoch ein: „Knapp 50% wiegen sich für einen Blackout in Sicherheit – sind es aber in Wahrheit nicht. So zeigt zum Beispiel das Fehlen eines Notfallradios als einzige Informationsquelle im Katastrophenfall den niedrigen Kenntnisstand bei den unbedingt notwendigen Notfallgeräten.“

Im Durchschnitt nennt der Oberösterreicher laut der IMAS-Umfrage 3 Dinge, die er in Vorbereitung auf solche Katastrophenfälle benötigen würde. Darunter ist der Bedarf an Wasser bzw. Getränken (76%) sowie haltbaren Lebensmittel bzw. Grundnahrungsmittel (67%) deutlich am größten. Das Notfallradio als wichtigste Informationsquelle im Katastrophenfall kommt im Umfrage-Ranking erst an elfter Stelle vor. Bei den alternativen Lichtquellen werden vor allem Kerzen genannt – hier verschlechtert sich die Sicherheitslage allerdings durch die erhöhte Brandgefahr.

Selbstschutzmaßnahmen entscheidend – Eigenvorsorge ganz einfach umzusetzen

„Vorsorgen für den Katastrophenfall, egal ob Blackout oder Naturkatastrophe, ist notwendig,  aber auch sehr einfach – man muss nur drei Bereiche abdecken: ausreichende Lebensmittel, technische Hilfsgeräte und Medikamente/Hygieneartikel“, sagt OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Lindner weiter, „Ziel des OÖ Zivilschutzes ist, dass jeder Bürger eine Woche autark leben kann und somit das Haus in dieser Zeit nicht verlassen muss und keine fremde Hilfe benötigt.“

Nähere Infos zu diesem Thema finden Sie auf dieser Webseite unter “Hilfe zum Selbstschutz”.