Zivilschutz-Leistungsschau mit Delegiertentag

WIEN, AUSTRIA, 14.12..2015, CHRONIK, Oesterreichischer Zivilschutzverband - Leistungspraesentation. Bild zeigt 
Foto: SEPA.Media | Josef Bollwein
Nationalratspräsidentin Doris Bures lud gemeinsam mit dem Österreichischen Zivilschutzverband zur Leistungspräsentation der österreichischen Zivilschutzverbände in die Säulenhalle des Parlaments. Die Landesverbände, darunter der OÖ Zivilschutz, Polizei und Innenministerium präsentierten einen Tag lang ihre unterschiedlichen Aufgaben.

Anschließend an die Leistungsschau fand im Parlament der Delegiertentag des Österreichischen Zivilschutzverbandes statt. Dabei wurde der OÖ Zivilschutz für seine Leistungen und Projekte besonders hervorgehoben. Im Zuge der Neuwahl des Präsidiums in Anwesenheit von Innenminister Mag.  Wolfgang Sobotka wurde OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer zum neuen Vizepräsidenten des Österreichischen Zivilschutzverbandes gewählt. Dadurch wird sichergestellt, dass das hohe oberösterreichische Leistungsniveau auch auf Bundesebene umgesetzt wird. Präsident bleibt, wie bisher, NR Bgm. Johann Rädler. Weitere Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier.

Am Foto: Zivilschutz-Mitarbeiter Christian Kloibhofer, Zivilschutz-Präsidiumsmitglied Bgm. Franz Steininger, Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka, OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag.  Michael Hammer, OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner, Zivilschutz-Schriftführer Bezirksleiter (FR) Ewald Niederberger, Zivilschutz-Bezirksleiter Urfahr-Umgebung Markus Mayr;MSc. und der österreichische Zivilschutz-Präsident NR Bgm. Johann Rädler

Gemeinsam.sicher: Zivilschutzbeauftragte als Sicherheitspartner

Sicherheitsprojekt des Innenministeriums startet ab Jänner in OÖ: Gemeinden, Polizei, Zivilschutz und Bürger arbeiten künftig2016-12-05 Pressegespräch - LPD OÖ Michael Dietrich-6 zusammen

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde das Projekt „Gemeinsam.sicher“ in Linz vorgestellt. Bis Ende 2017 soll in jeder Gemeinde in Oberösterreich ein sogenannter Sicherheitspartner aus der Bevölkerung installiert werden. Es bietet sich an, dass die Zivilschutzbeauftragten der Gemeinden als solche Sicherheitspartner fungieren. Ebenso soll es eigens geschulte Sicherheitskoordinatoren der Polizei und einen Sicherheitsgemeinderäte in den Gemeinden geben. Zusammen sollen so Probleme in Angriff genommen und Lösungen gefunden werden. Sicherheitsbeauftragte in den Stadt- und Bezirkspolizeikommandos sollen den Überblick in der Region haben.  „Wenn die Polizei gerufen wird, ist es oft schon zu spät. Mit der neuen Initiative sollen negative Entwicklungen schon früh erkannt werden.“,erklärt OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer. Der stellvertretende Landespolizeidirektor Mag. Dr. Alois Lißl ergänzt: „Trotz sinkender Kriminalitätsraten gibt es ein größer werdendes Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung. Wir wollen daher das Exekutive, Gemeinden und Bürger wieder näher zusammenrücken und damit das Sicherheitsbedürfnis wieder heben.“

Test in Schärding

Der seit Frühjahr im Bezirk Schärding laufende Pilotversuch ist gut angekommen. Viele dieser Sicherheitspartner kamen dort bereits aus den Reihen des Zivilschutzes . Auch Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka überzeugte sich vor wenigen Tagen von der guten Zusammenarbeit. Auch in Graz, Eisenstadt und Mödling haben Testläufe guten Anklang gefunden, heißt es von den Verantwortlichen. Mit Jänner startet das Projekt in ganz Oberösterreich, ab Herbst österreichweit.

Foto (LPD/Dietrich) v.l.: Zivilschutz-Landesgeschäftsführer Josef Lindner, Landespolizeidirektor-Stv. Mag. Dr. Alois Lißl, OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer

Stärkung des Krisenmanagements an OÖ Schulen

Seit dem Schuljahr 2016/2017 gilt in Oberösterreich ein neuer Erlass zur Aktualisierung der Notfallmappe an den oberösterreichischen Schulen. Die aktuellen Kapitel sind eine Voraussetzung für gutes Krisenmanagement. B56U5613

Laut dem Erlass sind vorbereitende Maßnahmen für den Katastrophenfall verpflichtend, jede Schule muss über ein stromnetzunabhängiges Radiogerät, einen Vorrat von Kaliumjodidtabletten und Notfallbatterien verfügen. Außerdem müssen Hinweisschilder über den Lagerort der Kaliumjodid-Tabletten und Info-Tafeln über die Zivilschutz-Warn- und Alarmsignale im Gebäude angebracht werden.

Um Oberösterreichs Schulen bei der Umsetzung der geforderten Maßnahmen zu helfen, stellt der OÖ Zivilschutz den Schulen ein entsprechendes “Zivilschutz-Notfallset” zur Verfügung. Dazu gehört eine Notfallbox, die ein Notfallradio mit LED-Lampe und Signalleuchte, das mittels Dynamo betrieben werden kann und zwei Kurbel-Taschenlampen beinhaltet. Mit diesen Produkten ist eine batterie-unabhängige Notbeleuchtung und Informationsversorgung möglich.

Zur Notfallbox gehören außerdem Klebebänder zum Abdichten von Fenstern bei Strahlenbelastung und diverse, vom OÖ Zivilschutz und Bundesministerium für Inneres entwickelte, Hinweistafel und Aufkleber, die für das richtige Verhalten im Krisenfall in der Schule aufgehängt werden sollen. Die Box beinhaltet zudem eine Zippfolie zur Aufbewahrung von wichtigen Notfalldokumenten und Checklisten. „Viele Dinge, die im Krisen- und Katastrophenfall für Schutzmaßnahmen im Schulbereich wichtig sind, gibt es künftig griffbereit beisammen in der Zivilschutz-Notfallbox. Diese Box soll aber nicht nur im Ernstfall wichtige Dienste leisten, sondern, ergänzt durch informative Zivilschutzbroschüren und Hinweistafeln, schon bei der Vorbereitung auf Notsituationen behilflich sein“, erklärt OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer. Die Bestellzugangsdaten werden über den Landesschulrat und die Bildungsregionen bekannt gegeben.

Foto (Land OÖ/Liedl): Landesschulärztin Dr. Gertrude Jindrich, Präs. Landesschulrat OÖ HR Fritz Enzenhofer, Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer, OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer und OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner

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