Naturkatastrophen

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Naturkatastrophen weltweit stark gestiegen. Auch Österreich ist gefährdet: Durch die Topografie in Österreich gilt jedes Bundesland als Risikogebiet für Naturkatastrophen. Die Bevölkerung muss sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auf immer häufiger und heftiger auftretende Wetterextreme einstellen.

Es sind vor allem Extremwetterereignisse wie Stürme, Hochwasser, Schnee und Hagel, Hitzewellen sowie die unterschätzte Erdbebengefahr, die bei uns Präventivmaßnahmen immer wichtiger machen. Mit gezielten Vorkehrungen soll sichergestellt werden, dass im Falle einer Naturkatastrophe die Grundversorgung der Hausbewohner für mindestens 7 Tage gewährleistet ist.

Hochwasser und Sturzfluten

Einen absoluten Schutz vor Hochwasser wird es nie geben, außerdem müssen wir uns darauf einstellen, dass diese künftig häufiger auftreten werden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung groß ist. Trotzdem ist die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich dem Thema Eigenvorsorge zu widmen und sich entsprechend auf eine Hochwasserkatastrophe vorzubereiten.

Die Zahl der Starkregenereignisse steigt. Viele Faktoren begünstigen in Oberösterreich Sturzfluten, aus einem kleinen Bach, der normalerweise nicht mehr als ein Rinnsal ist, kann in kurzer Zeit ein reißender Fluss werden. Solche Ereignisse können kaum vorhergesagt werden, sind aber wegen ihrer Plötzlichkeit sehr gefährlich.

Tipps

Die Zivilschutz-Broschüre zum Thema Hochwasser und Sturzfluten können Sie hier downloaden oder kostenlos über das Zivilschutzbüro bestellen. Wichtige Informationen bietet auch der Selbstschutztipp Hochwasser, hilfreich ist außerdem die Broschüre Krisenfester Haushalt.

Hagel

Studien zeigen, dass Hagelkatastrophen immer öfter und intensiver auftreten und sich vor allem auch über die bisher bekannten Regionen weiter ausbreiten. Hagel kann jede Region treffen. Binnen weniger Minuten können golfballgroße Hagelkörner Fenster, Windschutzscheiben von Autos oder ganze Dächer und Fassaden zerschlagen. Auch für den Menschen kann Hagel äußerst gefährlich werden. Deswegen ist es wichtig, sich darauf vorzubereiten.

Vorsorgemaßnahmen und Tipps finden Sie in unserem Selbstschutztipp!

Sturm

Seit einigen Jahren wird Mitteleuropa immer häufiger von Stürmen mit extremen Windgeschwindigkeiten heimgesucht. Auffällig dabei ist, dass die Geschwindigkeit der Sturmspitzen mittlerweile Ausmaße erreichen, die vor einigen Jahren noch als unmöglich angesehen wurden. Zusätzlich ist zu beobachten, dass diese Stürme ihre zerstörerische Energie über viele Stunden aufrecht erhalten konnten. Der Widerstand unserer technischen Anlagen, Gebäude und Wälder ist gegen diese langzeitliche Einwirkung und den hohen Sturmgeschwindigkeiten kaum gewachsen und so nehmen die Personen- und Sachschäden immer weiter zu.

Die Windgeschwindigkeit ist in 13 Windstärkenbereiche von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan) unterteilt. Die Skala für diese Klassifikation nennt man „Beaufort-Skala“. Gefährlich werden Winde und Böen ab der Stärke 8 auf dieser Beaufort-Skala. Bei Sturm und Orkan mit anhaltend hoher Windgeschwindigkeit sind vor allem der Winddruck sowie die darauf noch aufsetzenden höheren Böen problematisch.

Nähere Informationen zur Vorbereitung auf einen Sturm sowie zum richtigen Verhalten während eines Sturmes finden Sie in unserem Selbstschutztipp.

Nähere Informationen zur Vorbereitung auf Unwetterkatastrophen finden Sie auf unserer Selbstschutztipps-Übersichtsseite. Dort werden unter anderem die Themen Schneemassen, Hitzewelle oder Gewitter behandelt.